Einstimmig hat der Telfer Gemeinderat die Gesamtfinanzierung für das Einberger-Schulzentrum beschlossen. Durch eine Neuordnung und Optimierung der Finanzierungsstruktur kann Telfs besonders günstige Darlehens- und Fördermittel des Landes Tirol in maximalem Umfang nutzen. In Summe spart sich die Gemeinde so mehr als 5 Millionen Euro auf 30 Jahre. Mit dem Spatenstich für den Neubau ist im Frühjahr 2027 zu rechnen.
Mit dem Beschluss kann die Marktgemeinde Telfs sämtliche verfügbaren Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten des Landes Tirol bestmöglich nutzen. Gleichzeitig wird die Gesamtfinanzierung des größten Bildungsprojekts der Gemeinde auf ein langfristig solides Fundament gestellt. Auch der im Juli 2026 beschlossene Grundkauf westlich des Schulzentrums ist im neuen Modell eingepreist.
Das Einberger-Schulzentrum wird mit Neubau und Sanierung zum größten Bildungsprojekt in der Gemeindegeschichte.
Millionenprojekt mit nachhaltiger Finanzierung
Bereits im März dieses Jahres hatte der Gemeinderat den Neubau und die Sanierung der beiden Volksschulen mit einem Gesamtvolumen von rund 34,8 Millionen Euro (inkl. Reserven) beschlossen. Im Zuge der weiteren Abstimmungen mit dem Land Tirol wurde nun die Finanzierungsstruktur angepasst, um die vom Land angebotenen Sonderfinanzierungen optimal auszuschöpfen.
Konkret wird das Vorhaben in die beiden eigenständigen Projekte „Neubau Einberger-Schulzentrum zuzüglich Anteil Grundkauf“ und „Sanierung Einberger-Schulzentrum zzgl. Anteil Grundkauf“ gegliedert. Dadurch kann die Marktgemeinde insgesamt 16,83 Millionen Euro an besonders günstigen Darlehen aus dem Gemeinde-Investitionsfonds (GIF) des Landes Tirol in Anspruch nehmen – 10 Mio. für den Neubau und 7 Mio. für die Sanierung. Beide Darlehen werden mit einem Fixzinssatz von lediglich einem Prozent und einer Laufzeit von 30 Jahren ausgestattet. Zusätzlich wurden Landes-Fördermittel in Höhe von rund 15,3 Millionen Euro für die Jahre 2027 bis 2034 in Aussicht gestellt. Dadurch kann der Anteil an deutlich teureren Bankdarlehen wesentlich reduziert werden.
Große Entlastung für künftige Gemeindebudgets
Die finanzielle Bedeutung dieser Entscheidung für die Marktgemeinde Telfs ist beträchtlich. Gerade bei Investitionen dieser Größenordnung wirken sich bereits geringe Unterschiede bei den Finanzierungskosten über Jahrzehnte hinweg aus. „Wir ersparen uns auf die Laufzeit mehr als fünf Millionen Euro an Zinsen im Vergleich zu Bankdarlehen“, freute sich Bgm. Christian Härting (WFT), dem Kommunalparlament berichten zu können.
Die Anpassung der Finanzierung entspreche damit dem Grundsatz einer sparsamen, wirtschaftlichen und verantwortungsvollen Haushaltsführung: „Der Gemeinderat hat geschlossen eine Lösung auf den Weg gebracht, die Bildung, Zukunftssicherheit und finanzielle Verantwortung miteinander verbindet. Dieses Projekt wird Generationen von Kindern zugutekommen, ohne kommende Gemeindebudgets unnötig zu belasten. Jeder Euro, den wir bei den Finanzierungskosten einsparen, kommt den Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde zugute“, so Härting zur Tragweite des Beschlusses.
Weitblick bei der Flächensicherung
Im beschlossenen Finanzierungsmodell sind die Grundstücksankäufe beim Einberger-Schulzentrum berücksichtigt. Der Gemeinderat hatte im Juli 2026 den Ankauf von rund 3.500 m2 Fläche westlich des Schulareals auf den Weg gebracht. Die Grundstücke werden für das aktuell geplante Schulzentrum zwar nicht unmittelbar benötigt, schaffen aber wertvolle Entwicklungsreserven für den Bildungsstandort und einen möglichen Bildungscampus in Verbindung mit dem Kinderkompetenzzentrum (KiKo).
Einstimmigkeit im Gemeinderat beim Beschluss der Gesamtfinanzierung.