Villa Schindler

Villa Schindler

Wir haben uns das Ziel gesteckt Kunst und Kultur in Telfs zu verorten. Das gelingt, wenn wir der Kultur in ihrer Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit Räume und Bedeutungen geben.

Die Villa Schindler war schon zu Zeiten von Annemarie Schindler ein Ort der Hochkultur. Frau Schindler veranstaltete viele Jahre hochkarätige Klavierkonzerte in ihrem Salon. Mit ihrem großzügigen Geschenk an die Marktgemeinde Telfs verband Frau Schindler den Auftrag und Wunsch ihr Geburtshaus als Kulturort zu erhalten.


Aktuelle Ausstellung - Missetaten und Rechtssprüche

Das Gericht Hörtenberg

Schon von weitem sieht man die Burg Hörtenberg, mittlerweile nur noch als Ruine, hatte doch ein Blitzeinschlag das darin gelagerte Pulver zum Explodieren gebracht.ein Buch mit dem Bild eines Steins darauf

Rechtsordnung, Gerichtsbarkeit, Rechtsprechung aus den vergangenen Jahrhunderten sind Themen, die auch heute noch faszinieren. So erstaunen nicht nur die Anklagen, etwa eine von 1794, wegen der Verleumdung ein Hurenjäger zu sein, oder die Eheansuchen mit der moralischen Einschätzung des jeweiligen Pfarrers. 

  • Was wurde angeklagt und warum?
  • Wer waren die KlägerInnen und welche Strafen hatte man zu erwarten?
  • Warum wurde aus einem verbal persönlichen Angriff gleich ein Rechtsstreit und warum war die eigene Ehre so wichtig?
  • Wie war das Gericht mit Richtern und Pflegern aufgebaut und wie sah die Rechtsstaatlichkeit aus?
  • Auf welche Gesetzgebung konnte man sich stützen?

In der Ausstellung wird der Ort Hörtenberg mit den damaligen Aufgaben eines Gerichts (hohe und niedere Gerichtsbarkeit), den Richtern und der Verwaltung thematisiert. Die Gesetzgebungen wie etwa der maximilianischen Halsgerichtsordnung, die Karls V. und Maria Theresias und ihre jeweiligen Neuerungen leiten über zu den Verurteilungen, die anhand der einzelnen Viten veranschaulicht werden. Verleumdungen, Eheansuchen, Trennung von Tisch und Bett, Zaubereianklage, Totschlag, Wilderei, Verfolgungswahn und einiges mehr werden zum Staunen, Schmunzeln und hoffentlich Nachdenken anregen. Auch wenn die originalen Akten leider großteils verloren gegangen sind, gibt es doch einige Quellen, die auch den Vorgang einer Befragung oder Leichenbeschau genauer beschreiben.

Wurde die Hohe Gerichtsbarkeit tätig, musste ein Scharfrichter seine Arbeit verrichten. Für Telfs war der Scharfrichter von Hall zuständig und auch diese Tätigkeit eines „unreinen“ Berufes wird genauer beleuchtet.

Welche Strafen für welche Vergehen zu erwarten waren, beschreibt die Halsgerichtsordnung von Maximilian I.

Einige der Anklagen muten für uns heutzutage eher kurios an. Auch diese finden in der Ausstellung ihren Raum, zum Reinschmökern und Schmunzeln.


16.05. - 09.11.2024
Mittwoch 14 - 17 Uhr
Donnerstag 17:30 - 20 Uhr
Samstag 13 - 18 Uhr

Eintritt frei, an Feiertagen geschlossen.

Virtuelle Ausstellungstouren

Von wandernden Frauenzimmern - Berge im Blick der Frau

Lange Zeit waren Frauen in der Geschichte des Bergsteigens unerwähnt geblieben oder im besten Fall eine Randerscheinung in den hinteren Rängen. Aber auch Frauen bestiegen schon früh die Gipfel Europas – in Röcken und nicht selten mit kritischen bis bösartigen Kommentaren bedacht. Ungeachtet dessen haben sie ihren Weg weiterverfolgt.

Diese einzigartige kultur- und kunsthistorische Ausstellung zur Geschichte des Frauenbergsteigens mit starkem Tiroler Bezug kann nun online in einer virtuellen Tour nachgesehen werden.

Hier geht's zur Tour >>

Christine Gamper
Leitung

Kontakt

Öffnungszeiten (während der Ausstellungen)

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Das nächste Mal geöffnet: Sa, 27.07. ab 13:00 Uhr

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