Bei der Dernière von „Feuernacht“ überreichte Gregor Bloéb die RUTH an Felix Mitterer.Mit der letzten Aufführung von „Feuernacht“ ging eine außergewöhnliche Spielzeit der Tiroler Volksschauspiele zu Ende. Mehr als 20.000 BesucherInnen, restlos ausverkaufte Vorstellungen und eine Auslastung von 100 Prozent sprechen für sich. Die Marathonlesung „Flucht ohne Ende“ und Felix Mitterers „Feuernacht“ sorgten für intensive Theaterabende und zahlreiche berührende Momente.
RUTH 2026 für Felix Mitterer
Die Verleihung der RUTH markierte auch in diesem Jahr den Abschluss des Theatersommers. Der von Bildhauer Xaver Valentin gestaltete Theaterpreis erinnert an die Mitbegründerin und langjährige Obfrau der Tiroler Volksschauspiele, Ruth Drexel. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Tiroler Volksschauspiele und das Volkstheater verdient gemacht haben.
Der 1948 in Achenkirch geborene Dramatiker, Drehbuchautor und Schauspieler ist seit mehreren Jahrzehnten im deutschsprachigen Theater tätig und hat mit zahlreichen Bühnenwerken und Drehbüchern auch gesellschaftliche und historische Themen aufgegriffen. Mit den Tiroler Volksschauspielen verbindet Mitterer eine jahrzehntelange gemeinsame Geschichte mit zahlreichen Uraufführungen – darunter in diesem Jahr Feuernacht, die Fortsetzung von Verkaufte Heimat (2019).
Gregor Bloéb: „Wer, wenn nicht er?“
Für den künstlerischen Leiter Gregor Bloéb war die Wahl daher nur folgerichtig. „Wer, wenn nicht er?“, bringt er es auf den Punkt. Kaum eine Bühne weit und breit habe nicht schon einmal einen Mitterer gespielt, so Bloéb. Besonders für SchauspielerInnen seien seine Stücke etwas Besonderes, denn „bei Felix gibt es keine schlechten, keine undankbaren Rollen“. In seinen Werken gehe es immer um Menschen – um Außenseiter, Eigenbrötler, Spinner, Verräter oder Aussätzige. „Er gibt ihnen eine Stimme, weil er sie liebt. Seine Figuren haben Tiefe, weil er selbst tief empfindet“, erklärt der künstlerische Leiter. „Lieber Felix, du hast so viel geleistet und so viele Menschen mit deinen Geschichten berührt. Wir verneigen uns“, so Bloéb.
Dank an alle Beteiligten
Auch auf die Spielzeit 2026 blickt der künstlerische Leiter mit großer Dankbarkeit zurück. Die Abende, Aufführungen und der Applaus seien „außergewöhnlich und großartig“ gewesen. Was die Tiroler Volksschauspiele jedoch tatsächlich ausmache, seien die Menschen, die hinter ihnen stehen. Der Fleiß, das Können und die Erfahrung, vor allem aber das „unglaubliche Herz“ und die Liebe zur Arbeit, zum Detail und zum Theater würden den besonderen Geist der Volksschauspiele prägen. „Diesen besonderen Geist kann man nicht planen und schon gar nicht kaufen“, betont Bloéb.
Der Dank des künstlerischen Leiters gilt daher allen, die diese Spielzeit mitgetragen und möglich gemacht haben: „Ich bedanke mich bei allen, die diesen Sommer mit uns getragen, gespielt, gearbeitet, geholfen und mitgefiebert haben. Danke an die TelferInnen und danke an alle Sponsoren sowie Partner. Ihr seid großartig!“, sagt Bloéb.
Mit den Tiroler Volksschauspielen verbindet Mitterer eine langjährige Zusammenarbeit.