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Hochbehälter wird reaktiviert

31.07.2022 09:46

Ungenutzt ist derzeit der im Jahr 1938 gebaute riesige Trinkwasser-Hochbehälter Weiher. „Wir werden ihn wieder in Betrieb nehmen - als Reservoir für die Stromproduktion, speziell für die Notstromversorgung“, kündigt der Geschäftsführer GemeindeWerke Telfs Dirk Jäger an.

„Bevor Wasser aus dem Weiherbach ungenutzt abfließt, sammeln wir es zukünftig im alten Hochbehälter, der immerhin 7.000 Kubikmeter fasst“, kündigt Dirk Jäger an: Einmal füllen dauert rund zehn Stunden, einmal entleeren liefert rund 4.000 Kilowattstunden Strom (also den Jahresbedarf eines Haushaltes). Die normale Stromproduktion durch das Weiherkraftwerk wird dabei nicht beeinträchtigt.
 
In diesem Zusammenhang lässt sich auch die sogenannte Insellösung verwirklichen, durch welche die wichtigen Trinkwasserpumpwerke für Buchen bei Stromausfall bedient werden können. „Wir werden flott die entsprechenden Kabel verlegen, damit dieses Projekt umgesetzt werden kann!“
 
Der Weiher-Speicher ist vom Prinzip her mit einem Stausee vergleichbar, wie sie in Tirol in riesigen Dimensionen für die Stromproduktion bestehen. „Wir können die Stromproduktion nach Bedarf regeln“, klärt der GWTelfs-Geschäftsführer auf: „Dann können wir auf dem Strommarkt damit handeln.“ Denn es gibt bekanntlich Zeiten, zu denen dringend Energie gebraucht und zu guten Preisen gekauft wird.
 
Für die Aktivierung des alten Hochbehälters Weiher, der aus dem Jahr 1938 stammt und zwischenzeitlich stillgelegt wurde, haben Aufsichtsrat und Eigentümervertreter auf Initiative des Geschäftsführers zuletzt grünes Licht gegeben und die Investition von 8.000 Euro genehmigt. Theoretisch wäre es auch möglich, den Hochbehälter für die Trinkwasserversorgung zu nutzen. „Das ist aber derzeit nicht nötig, weil wir in unseren 14 Hochbehältern schon mehr als 7.000.000 Liter auf Vorrat halten können“, unterstreicht Dirk Jäger.


Fotos: GWTelfs